Kaisermühlen Blues
TV-Serie mit legendärer Breitenwirkung. Wiener Gemeindebau in 54 Folgen (1992-99). Hoher Anteil an proletarischem Lokalkolorit. Alltagspolitisch so scharf wie alles aus der Feder des Volksschriftstellers Ernst Hinterberger. Nach 12 Folgen wegen Differenzen unter den Machern eingestellt. 1995 exhumiert, als man einen neuen Regisseur für das Himmelfahrtskommando gefunden hatte ...

HS: "Ich erhielt als ziemlich Unbekannter eine Chance, die ich erst gar nicht wollte, aber dann doch annahm. Meine 20 Folgen erkennt man an zwei Eigenheiten - erstens habe ich zwei weitere ziemlich Unbekannte als Darsteller durchgesetzt: einen gewissen Roland Düringer und einen gewissen Wolfgang Böck (als Polizeiinspektor Trautmann). Zweitens gab's hitzige Diskussionen darüber, sogar im Parlament. Außerdem hat uns der mächtige Herausgeber Hans Dichand mit einer subtilen Kritik geadelt – in der "Kronenzeitung", unter dem Titel 'Zum Speiben'. Ich mag Fernsehen, das zur Verbesserung der Streitkultur in Österreich beiträgt."