Hinterholz 8
Irgendwann baut sich in Österreich ein jeder sein Haus. Oder er würde es gerne tun. Oder er denkt zumindest daran. Oder er bereut bitter, jemals auch nur daran gedacht zu haben. Millionen Österreicher stehen derzeit mit dem Bau eines Eigenheims in Verbindung. Das ist statistisch erfasst.
Und darum geht es in Hinterholz 8, der konsequenten Kino-Weiterführung des Kabarett-Erfolgs von Roland Düringer. "Die Hard" für Häuselbauer: Bau oder nicht Bau – das ist hier die Frage. 
Der beste Witz entsteht aus der Tragödie. Und am lautesten lachen wir immer über die Trotteln, denen das Schicksal permanent mit dem Baseballschläger auf die Schädeldecke tippt.
Herbert Krcal ist eine Art österreichischer Donald Duck. Die anderen haben das Geld, er hat die Träume. Aber warum soll ein ganz normaler Mensch, der arbeiten und anpacken kann, nicht fähig sein, eine verfallene Ruine im Wienerwald mit Hirnsaft, Muskelkraft und viel Eigeninitiative in ein wunderschönes Eigenheim im Grünen zu verwandeln – noch dazu, wenn die Ruine so idyllisch abgelegen in der Provinz liegt, dass die Gattin ewig glücklich sein, der Sohn das "Raumschiff Enterprise"-Trauma verlieren, die Kollegen- und Verwandtschaft neidig sein wird wie die Einser? Warum eigentlich nicht, denkt Krcal – und tappt voll in die Lieblingsfalle der Volkswirtschaft. Denn eigentlich ist ja nicht der Autofahrer, sondern der Häuselbauer die Melkkuh der Nation. 
Zuerst grinst der Krcal noch, als ihn sein Kreditberater schwindlig rechnet, dann steht er Tag und Nacht am Bau, während sein Leben langsam in Fetzen fällt, und am Ende ist er zwar erledigt, aber noch lange nicht fertig. Hinterholz 8 ist die Chronik eines alltäglichen Untergangs, das Protokoll der Aufzucht eines ganz normalen Amokläufers.

HS: "Hier geht es um die kalte Perfidie des Systems, das rund um das Phänomen ‚Häuselbauen’ entstanden ist – Banken, Versicherungen, Ämter, die ‚Do-it-Yourself’-Industrie und so weiter. Das sind Dinge, die die Leute noch viel mehr auf den Nerv treffen, als Roland Düringer, ich und eigentlich auch alle anderen erwartet haben. Hinterholz 8 ist der beste Beweis dafür, dass man im Kino mit schwerer Kost auch Publikumserfolg haben kann."